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Ungesunde Ernährung beeinflusst die Psyche

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– Sind Frauen anfälliger?-

(BZfE) – Eine unausgewogene Ernährung kann Frauen stärker auf die Stimmung schlagen als Männern. Das lassen die Resultate einer Studie der Binghamton University New York vermuten. Die Wissenschaftler hatten den Einfluss von Ernährungsgewohnheiten und Bewegung auf die psychische Gesundheit von Männern und Frauen untersucht.

Rund 1.200 Teilnehmer ab einem Alter von 30 Jahren machten anonym Angaben zu Ernährung, Bewegung und Stimmung. Es wurde unter anderem der Verzehr verschiedener Lebensmittelgruppen wie Obst und Vollkorn, aber auch von Fastfood, koffeinhaltigen Getränken und Lebensmitteln mit einem hohen glykämischen Index ermittelt. Der glykämische Index (GI) sagt aus, wie sehr die Kohlenhydrate eines Nahrungsmittels den Blutzuckerspiegel erhöhen.

Ernährung und Bewegung beeinflussen das mentale Wohlbefinden. Allerdings sind die Zusammenhänge kompliziert und vielschichtig. In der aktuellen Studie konnte die psychische Belastung und Bewegungshäufigkeit auf unterschiedliche Ernährungs- und Lebensstilmuster zurückgeführt werden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Wohlbefinden von Frauen stärker von der Ernährung abhängt. Das liegt möglicherweise daran, dass das Gehirn von Mann und Frau unterschiedlich strukturiert ist und für eine optimale Funktion ein anderes Repertoire an Nährstoffen braucht.

„Fastfood, der Verzicht auf das Frühstück, Koffein und Lebensmittel mit hohem glykämischen Index stehen bei Frauen mit psychischem Stress in Zusammenhang“, fasst Lina Begdache von der Binghamton University zusammen. Dagegen fördert der Verzehr von Früchten und dunkelgrünem Blattgemüse laut Studie eine gute Stimmungslage. Bewegung kann die negativen Auswirkungen von Fastfood und Lebensmitteln mit einem hohen GI reduzieren. Denn sportliche Betätigung fördert Prozesse im Gehirn, welche die kognitiven Funktionen und das Wohlbefinden verbessern. Bei Männern dagegen war der Verzehr von Fastfood und fehlende Bewegung mit psychischen Belastungen verbunden.

Die Wissenschaftler empfehlen, bei psychischem Stress besonders auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung zu achten. Außerdem würden die Ergebnisse die Basis für eine Anpassung der Ernährungs- und Lebensweise zur Förderung von Bewegung und Wohlbefinden liefern, ist im „Journal of Personalized Medicine“ zu lesen. Allerdings sollen weitere Studien folgen, um den physiologischen Mechanismen auf den Grund zu gehen und den Einfluss weiterer Faktoren wie Schlafverhalten und jahreszeitlicher Rhythmus zu erforschen.

Autorin: Heike Kreutz, www.bzfe.de

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Die heimische Ackerbohne- eine interessante Proteinquelle

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(BZfE) – Die Ackerbohne (Vicia faba L.) hat nicht gerade das beste Image, wenn man sich so ihre Zweitnamen anschaut: Saubohne, Schweinsbohne, Pferde-, Viehbohne. Die Namen lassen es erahnen, dass die Ackerbohne in erster Linie ein gutes Futter für unsere Nutztiere ist. Sie wird allerdings zunehmend interessant als pflanzliche Proteinquelle für die menschliche Ernährung. Heimische Hülsenfrüchte weisen hohe Proteingehalte und ein ausgewogenes Aminosäureprofil auf. Bislang bestehen Proteinkonzentrate hauptsächlich aus Erbsen und Lupinen.

Die zunehmende Nachfrage an alternativen pflanzlichen Proteinquellen sowie die Eiweißpflanzenstrategie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft lassen nun auch die Ackerbohne verstärkt in den Fokus der Forschung rücken. Insbesondere der hohe Proteingehalt der Samen (circa 30 Prozent) und die guten Anbaumöglichkeiten in Deutschland machen Ackerbohnen attraktiv im Hinblick auf ihre Anwendung als funktionelle Zutat in Lebensmitteln.

Die Ackerbohne muss als Lebensmittel jedoch erst noch nutzbar gemacht werden. Neben dem für Leguminosen typischen grasigen und bohnigen Aromaeindruck, weist die Ackerbohne zudem verschiedene antinutritive Inhaltsstoffe auf. Dazu gehören die Glucoside Vicin und Convicin sowie Tannine oder Phytinsäuren. Vicin und Convicin sind relativ hitzestabil und werden erst durch langes Einweichen und Erhitzen inaktiviert. Bei Menschen mit einem genetisch bedingten Mangel eines bestimmten Enzyms käme es zu Favismus, auch Bohnenkrankheit genannt, die in schweren Fällen zu einer bedrohlichen Anämie führen kann. Im Rahmen des Forschungsprojektes „QualiFabaBean“ hat das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV Ackerbohnenmehle und -konzentrate entwickelt, die sich als Lebensmittelzutat beispielsweise in glutenfreien und weizenbasierten Backwaren, Fleischalternativen oder Emulsionen eignen. Die im Pilotmaßstab gewonnenen Erkenntnisse sollen neue Einsatzgebiete in der Lebensmittelindustrie aufgezeigt.

Autor: Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

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Wahre Multitalente- Die bunte Welt der sekundären Pflanzenstoffe

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(BZfE) – Endlich ist der Frühling da. Wenn die Temperaturen allmählich steigen, es länger hell bleibt und überall grünt und sprießt, wächst meist auch die Lust auf frisches saisonales Gemüse und Obst. Passend dazu lockt das erste regionale Frühlingsgemüse auf dem Wochenmarkt, im Supermarkt und bald auch aus dem eigenen Garten. Das Gute daran: Wer jetzt auf Bärlauch, Radieschen, Spinat, Spargel oder Rhabarber setzt, sorgt für Abwechslung und vielfältigen Genuss und tut gleichzeitig seinem Körper Gutes. Denn Gemüse und Obst der Saison liefern neben Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen weitere wertvolle Inhaltstoffe – die sekundären Pflanzenstoffe. Sie stehen für den typischen Duft von Kräutern wie Rosmarin und das herrliche Aroma von Früchten wie Erdbeeren und sind als natürliche Farbstoffe nicht zu übersehen.

Carotinoide beispielsweise färben Lebensmittel orange bis leuchtend rot und Anthocyane kräftig blau-violett. Ihre Wirkung blieb lange Zeit unentdeckt. Mittlerweile haben Wissenschaftler allerdings erkannt, dass sie in vielerlei Hinsicht für unsere Gesundheit wichtig sind.

Es gibt zahlreiche Hinweise, dass sekundäre Pflanzenstoffe unter anderem das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen verringern, den Cholesterinspiegel und Blutdruck senken und das Immunsystem stärken können. Sie helfen vermutlich, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken, Entzündungen zu hemmen und uns vor Bakterien zu schützen.

Rund 10.000 dieser Gesundheitshelfer kommen in unserer Nahrung vor; allerdings sind längst noch nicht alle identifiziert. Enthalten sind sie in Gemüse und Obst sowie in Hülsenfrüchten, Getreide und Nüssen. Wer jetzt bei den kulinarischen Frühlingsboten zugreift und auch sonst gerne farbenfrohe Mahlzeiten genießt, kann gleichzeitig das gesundheitsfördernde Potenzial der sekundären Pflanzenstoffe für sich nutzen.

Welche Gruppen an sekundären Pflanzenstoffen es gibt, in welchen Lebensmitteln sie vorkommen und welche gesundheitlichen Wirkungen ihnen zugeschrieben werden, erfahren Sie in einem neuen Beitrag vom Bundeszentrum für Ernährung: „Die bunte Welt der sekundären Pflanzenstoffe“.

Autorin: Dr. Claudia Müller, www.bzfe.de

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Schöne Osterfeiertage!

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Wir wünschen all unseren Besucher*innern, Klient*innen und Patient*innen schöne Feiertage!

Viele Grüße

Ihre
Kristin Müller (ehem. Eckhardt)
und
Leonard Eberbach

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Mit neuen Biomarkern Diabetes-Typ-2 frühzeitig erkennen

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(BZfE / MRI) – 463 Millionen Erwachsene weltweit leben mit Diabetes mellitus. Rund 90 Prozent davon weisen einen Diabetes Typ 2 auf, der im Gegensatz zum Typ 1 maßgeblich durch den Lebensstil bedingt ist. Etwa die Hälfte der Fälle wird nicht frühzeitig diagnostiziert; aufgrund der schleichenden Entwicklung der Erkrankung bleiben diese Fälle häufig unerkannt. Blutglucosespiegel, Glucose im Urin und glykiertes Hämoglobin (HbA1C) im Blut sind gute Marker für die Diagnose, das Fortschreiten und die Überwachung der Erkrankung. Wünschenswert wären jedoch Marker, die noch vor dem Auftreten von Symptomen eine Diagnose ermöglichen.

Dabei könnte eine neue vom Institut für Sicherheit und Qualität bei Obst und Gemüse des Max Rubner-Instituts (MRI) entwickelte Analytik helfen. In einer Studie mit Gesunden, Prädiabetikern und Diabetikern konnten damit einige bisher im Blut nicht bekannte Zuckerverbindungen gefunden werden, die sich mit der Erkrankung an Diabetes Typ 2 veränderten. Sie könnten als Biomarker für eine frühzeitige und verbesserte Diagnose dienen, so das MRI.

Obwohl es sich bei Diabetes um eine Erkrankung handelt, die vor allem den Zuckerstoffwechsel betrifft, wurden bisher nur wenige Zucker und Zuckerverbindungen im Zusammenhang mit einer Insulinresistenz als verändert identifiziert. Insulin-Resistenz ist eine der wichtigsten Stoffwechselveränderungen zu Beginn einer Diabetes-Erkrankung, bei der der Körper zunehmend unempfindlich auf die Insulinausschüttung infolge einer zuckerreichen Mahlzeit reagiert. Eine Schwierigkeit bei der Suche nach Zuckern als Biomarker sind analytische Probleme, weil diese Stoffklasse viele sehr ähnliche Verbindungen umfasst, die meist nicht separiert werden können. Mit Hilfe einer speziellen Methode hat das Institut für Sicherheit und Qualität bei Obst und Gemüse nun die Möglichkeit, eine Vielzahl von Zuckern und Zuckerverbindungen in biologischen Proben zu erfassen. Dabei werden nicht nur typische Mono- und Disaccharide wie Glucose, Fructose und Saccharose nachgewiesen, sondern auch die davon abgeleiteten Zuckeralkohole, Zuckersäuren und Aminozucker sowie seltene Zucker.

Die Studie ergab, dass sich das Zuckerprofil im Blut von Gesunden, Prädiabetikern und Diabetikern bereits im Nüchternzustand deutlich unterschied: Nicht nur beim klassischen „Blutzucker“ Glucose, sondern auch bei anderen Zuckern wie Mannose, Maltose, Trehalose, Fructose und 1,5-Anhydrosorbitol wurden signifikant unterschiedliche Mengen im Plasma im Vergleich zu gesunden Probanden nachgewiesen. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass es Zuckerverbindungen gibt, die unabhängig vom Diabetes-Status der Probanden nach Gabe des Test-Getränks anstiegen. Andere Verbindungen (u.a. Trehalose, Mannose, Fructose, Threitol) zeigten nach Aufnahme des Test-Getränks ähnliche zeitliche Konzentrationsverläufe wie Glucose. Welche Zusammenhänge hier zum Insulinstoffwechsel bestehen, ist noch unklar. Die Ergebnisse aus Nüchternplasma und den Befunden aus dem oralen Glucosetoleranztest machen jedoch deutlich, wie wenig bisher über den Stoffwechsel der „anderen“, bisher oft nicht erfassten und daher nicht beachteten Zucker bekannt ist.

Quelle: BZfE

www.bzfe.de

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Mahlzeit! Hexenküche Lebensmittelindustrie | Doku | ARTE

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Eine sehr sehenswerte (und kritische) Doku über die Machenschaften der Lebensmittelindustrie:
„Immer mehr Menschen sterben an den Folgen von Krankheiten, die durch Ernährung ausgelöst oder verstärkt werden: Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Die Lebensmittelindustrie agiert intransparent und hält sich bedeckt. ARTE hat in Deutschland und Frankreich, aber auch in Irland und der Schweiz recherchiert und hinter die Kulissen der Fertiggerichtproduktion geblickt.“

https://www.youtube.com/watch?v=5vtVJNoT1lU

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Intervallfasten – Stunden zählen statt Kalorien

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*Klinische Evidenz und Relevanz für die Praxis*

(BZfE) – Die Hitliste der guten Vorsätze fürs neue Jahr wird laut Statista angeführt von „gesünder ernähren“ (52%), „mehr Sport treiben“ (47%) und „abnehmen“ (38%). Was das Abnehmen betrifft, so erfreut sich das Intervallfasten offensichtlich großer Beliebtheit, abzulesen an der Vielzahl wissenschaftlicher und populärwissenschaftlicher Publikationen in den vergangenen Jahren.

Trotz der Vielzahl an veröffentlichten Arbeiten steht die Ernährungsmedizin immer noch am Beginn der Aufklärung der möglichen Mechanismen und gezielten Anwendungen des Intervallfastens. Als Intervallfasten – in wissenschaftlichen Publikationen auch als intermittierendes Fasten bezeichnet – werden unterschiedliche Ernährungsprotokolle beschrieben, die aus abwechselnden Fasten- und Essperioden bestehen. Professorin Krista Varady, Universität Illinois, ist eine der Wissenschaftlerinnen, die sich mit ihrer Forschungsgruppe sehr intensiv in Studien mit dem intermittierenden Fasten auseinandergesetzt hat. Auf der virtuellen Jahrestagung der Europäischen Diabetesgesellschaft, die im Herbst 2020 stattfand, definierte sie Intervallfasten als Überbegriff für drei verschiedene Formen des intermittierenden Fastens, die sich auch am häufigsten in der Literatur finden:
Beim zeitlich begrenzten Fasten isst man zum Beispiel nur innerhalb von 8 Stunden eines Tages und fastet die anderen 16 Stunden. Oder man isst nur innerhalb von 6 Stunden und fastet 18 Stunden oder man isst innerhalb von 4 Stunden und fastet 20 Stunden. Das 5:2 Protokoll bedeutet 5 Tage Essperiode und 2 Tage Fastenperiode und beim „alternate-day-fasting“ isst man einen Tag und am nächsten Tag versucht man möglichst wenig Nahrung aufzunehmen.

Je nach Studie ist auch die Definition der Fastenperiode unterschiedlich – von 0 Kilokalorien (kcal) bis zu etwa 700 kcal pro Fastenperiode. Dagegen werden während der Essperioden meistens keine Einschränkungen definiert, was die Qualität und Quantität der Nahrung betrifft. Dabei sind sich aber die meisten Wissenschaftler in diesem Bereich einig, dass eine ausgewogene Ernährung während der Essperioden die Wahrscheinlichkeit einer Mangelernährung deutlich reduziert.

Varady ermittelte, dass 8 Stunden essen und 16 Stunden fasten nicht so effektiv sind, wie wenn man 6 Stunden isst und 18 Stunden fastet oder auch 4 und 20 Stunden. Zwischen dem 6-stündigen und 4-stündigen Essen gab es keinen großen Unterschied. Im Vergleich zu Kontrollen haben beide Gruppen deutlich Gewicht verloren. Interessant auch: Egal ob man 18 oder 20 Stunden fastet – nicht nur das Gewicht verbessert sich, sondern auch verschiedene metabolische Parameter. Der Insulinspiegel sinkt, die Insulinresistenz und der oxidative Stress verbessern sich, der Blutdruck sinkt und auch die Lipidwerte bessern sich. Manchmal verändern sich diese Parameter auch ohne dass es zu einer Gewichtsabnahme kommt.

Dass das 8:16-Konzept keine Auswirkung auf das Gewicht hat, ermittelte eine Gruppe von US-Wissenschaftlern um Doktor Dylan A. Lowe, University of California, jüngst in einer Studie. Untersucht wurden 116 Männer und Frauen mit einem Body-Mass-Index von 27 bis 46. Die Kontrollgruppe bekam lediglich die Anweisung, täglich drei Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Beide Gruppen verloren im Schnitt dabei etwas Gewicht. Ein bekannter Effekt, erklärt der Ernährungsepidemiologe Dr. Tilman Kühn, Universität Belfast, der selbst bereits eine größere deutsche Studie zum Intervallfasten geleitet hat: „Auch in diesen Kontrollgruppen tut sich etwas, das liegt an Verhaltensänderungen, wenn man sich beobachtet fühlt. Das ist der Studieneffekt.“ Deshalb, so Kühn, seien Ergebnisse nur dann aussagekräftig, wenn es dabei einen klaren Unterschied zwischen beiden Gruppen gebe.

Bei vielen Studien zum Intervallfasten findet durch das Ernährungsprotokoll meist auch eine ungewollte kalorische Reduktion statt, so der Molekularbiologe Dr. Slaven Stekovic, Universität Graz. Diese könne 25 bis 40 Prozent der durchschnittlichen täglichen Kalorieneinnahme ausmachen. Somit bestehe die Möglichkeit, dass ein Teil der bisher identifizierten Effekte des Intervallfastens nicht durch die periodische Natur der Diät, sondern durch die ungewollte Kalorienrestriktion entstehe.

Am Ende des Tages bleibt die Erkenntnis, dass – wie eingangs gesagt – die Medizin erst am Anfang von Erklärungen steht. Die gute Nachricht: Bisherige Studien konnten keine negativen Effekte des Intervallfastens nachweisen, so Stekovic. Allerdings könne es neben einer Reduktion von Fettgewebe auch zu einem Verlust an Muskelmasse kommen. Dieser könnte durch ein ergänzendes, gezieltes Muskeltraining verhindert werden. Ein großer Vorteil des Intervallfastens ist die einfache Durchführbarkeit: keine komplizierten Gerichte, kein Kalorienzählen. Für welche Variante man sich auch immer entscheiden mag – wünschenswert wäre natürlich eine langfristige Ernährungsumstellung hin zu einer ernährungsphysiologisch günstigen Lebensmittelauswahl.

Autor: Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

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Weihnachtspause

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Liebe Klientinnen und Klienten,
das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir starten deshalb vom 24.12.20 bis zum 10.01.21 in die Weihnachtspause.
Im neuen Jahr sind wir natürlich wieder wie gewohnt sowohl vor Ort- als auch online für Sie da.
Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!
Viele Grüße
Kristin Müller und Leonard Eberbach

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Welches Obst reift nach?

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**Pflückreif und Genussreif**

(BZfE) – Beim Kauf von Obst stellt sich oft die Frage: Können Orangen, Äpfel oder Mangos sofort gegessen werden oder entfalten sie ihren vollen Geschmack erst ein paar Tage später?

Biologisch betrachtet, sind Früchte das Ergebnis eines Wachstumsprozesses an der Pflanze. Werden die Früchte also zu früh geerntet, ist ihr Wachstum noch nicht abgeschlossen und die Früchte sind unterentwickelt – sie sind schlimmstenfalls grün, hart, sauer, haben kaum Aroma und nicht ihre sortentypische Größe und Form.

Die Pflück- oder Erntereife der Früchte lässt sich anhand spezifischer Kriterien für die jeweilige Obstart bestimmen. Zunächst ist bei allen Früchten die sortentypische Größe, Form und Ausfärbung entscheidend. Bei Äpfeln zählt unter anderem auch die Anzahl der Tage von der Vollblüte bis zur Ernte und die Festigkeit des Fruchtfleisches; bei Zitrusfrüchten ist zusätzlich ihr Saftgehalt und das Zucker-Säure-Verhältnis wichtig. Der Zuckergehalt wird mit einem Refraktometer vor Ort und die Säure durch Titration im Labor bestimmt, ebenso wie der Saftgehalt.

Zitrusfrüchte, Tafeltrauben, Kirschen, Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren gehören zu den nicht-nachreifenden Früchten. Um ihren vollen Geschmack zu entfalten, müssen sie an der Pflanze vollständig ausreifen – die Pflückreife ist bei diesen Früchten auch gleichzeitig die Genussreife.

Bei Äpfeln, Bananen, Birnen, Kakis, Kiwis, Mangos oder Pflaumen entfaltet sich bei Zimmertemperatur innerhalb weniger Tage oder Wochen nach der Pflückreife erst die Genussreife. Sie zählen zu den nachreifenden Früchten. Der Grund ist ein Anstieg der Fruchtatmung und die Bildung des Pflanzenhormons Ethen kurz nach Beginn der Fruchtreife. Tipp: Wer unreife und reife Früchte bei Zimmertemperatur für ein paar Tage zusammen in eine Papiertüte legt, kann dank des Ethens den Reifungsprozess anstoßen oder beschleunigen und so die unreiferen Früchte früher genießen.

Während beim Apfel die Sommersorten, wie Klarapfel oder James Grieve, und einige frühe Herbstsorten, wie Elstar oder Gala, schon zum Zeitpunkt der Pflückreife oder wenige Tage danach genussreif sind, benötigen Herbst- und Wintersorten, wie Boskoop oder Braeburn, dagegen eine Nachreifezeit von mehreren Tagen oder Wochen im Lager. Diese Sorten sind im Kühllager ein bis drei Monate und in kontrollierter Atmosphäre (CA-Lager) teilweise bis zu neun Monate haltbar. Nach der Auslagerung müssen sie allerdings rasch verbraucht werden, da sie dann schnell altern und an Geschmacksqualität einbüßen.

Quelle: Newsletter des BZfE

www.bzfe.de / www.ble.de